Da ich aus sicherheitsrelevanten Gründen auf Dinge wie PHP und sonstigem Datenbank - Gedönse verzichte und lediglich einen Mini Web-Server am laufen habe, werde ich auf Seafile, Owncloud und co. guten gewissens verzichten können.

Fertige Cloud Dienste wie Dropbox, Google - Drive usw. stehen bei mir nicht zur Diskussion, weil man den Betreibern sowie staatlich organisierten Schnüffel- Behörden absolut nicht vertrauen kann.

Um mein Handy mit meinem Nb. und dem meiner Frau mit gemeinsamen Dateien zu synchronisieren und/oder gegebenenfalls mit meinen Freunden zu teilen, habe ich mich für eine Private und dezentrale Cloud auf p2p- Basis entschieden.

Auch ein ganz wichtigs Kriterium bezüglich meiner Entscheidung, das es praktikable Desktop- Lösungen für Linux, Android und Windows gibt. Praktikabel bedeutet usability, sprich Benutzerfreundlichkeit. Denn schliesslich hat man ja auch Freunde und Bekannte im realen Leben, welche kein IT- Studium absolviert haben, nur um ein paar Fotos zu Teilen.

Bei meinen Auswahl- kriterien kommt Syncthing, welches zwar als OSS Projekt geführt wird leider auch nicht in betracht, weil das Handling mehr als nur umständlich und fast schon eine Zumutung ist.

Resilio Synch nennt sich das Teil, welches ursprünglich unter dem BitTorrent Synch Projekt entwickelt wurde.

Nun werden einige von Euch aufschreien und mich vermutlich sofort steinigen wollen, weil Resilio als closed Source Software daher kommt und deshalb vermutlich von euch bis in alle Ewigkeit verdammt sein wird.

Nun ja, es ist gewiss mit der Wahl zwischen Pest und einer Überdosis Canabis gleichzusetzen. Denn schlussendlich muss man ja zwangsweise irgendwann mal einen Tod Sterben. In diesem Fall wähle ich den angenehmeren und schönsten Tod :)

Soll Resilio Daten zwischen zwei Rechnern austauschen, müssen allerdings beide an und natürlich auch Online sein, weil kein Server dazwischen steckt, welcher die Daten zwischenspeichert.

Hier nutzt man einen genügsamen und günstigen Raspberry, oder ähnlichen Einplatinen- Pc, plus einer externen Festplatte, welcher vom Internet aus erreichbar ist. Dann kann der Abgleich über diesen erfolgen. Den Arbeitsrechner sync’t man dann halt mit dem Raspberry.

Allen anderen Clients gibt man dann die Freigabe-Ressourcen (entweder nur lesend, oder rw.) des Mini-Servers bekannt, welcher sich wiederum mit meinem Arbeits Nb. synchronisiert. Dieses Setup läuft zur Zeit bei mir.

Das Teilen von Verzeichnissen geschieht, indem man entweder den Lese& Schreib- oder den nur Lese- Schlüssel des betreffenden Ordners an andere Clients weitergibt. Man spricht vom so genannten Synch- key.

resilio

Resilio kommt in zwei Versionen daher. Nämlich einer kostenlosen - und einer Pro- Version. Die kostenlose Version reicht für meine Bedürfnisse vollkommen aus.

resiliopro

In der Pro- Version lassen sich bestimme Dateien oder auch Dateimuster innerhalb eines Ordners von der Synchronistation ausschliessen.

Resilio lässt sich (unter Linux) über eine Web-Gui auf localhost:8888 steuern und konfigurieren. Während sich das ganze unter Windows in einem hübschen Fensterchen in der Tasklseiste versenken lässt. Die Funktionen sind absolut identisch.

resilio

ps: Der Ordner-Name auf dem Screenshot “Google-Drive” ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten.

Resilio Sync lässt sich nicht nur auf Rechner installieren, die mit Windows, Linux oder macOS laufen. Auch auf vielen NAS-Systemen, auf iOS und Android verrichtet das Programm seinen Dienst. Damit ist es wirklich universell einsetzbar. Hat man sowieso schon ein NAS zu Hause welches das dem Internet erreichbar ist, kann man sich natürlich den Raspberry Pi sparen.

Quelle: basicthinking.de

Kann Resilio Sync aufgrund von Firewalls oder Proxyservern, auf deren Einstellung man keinen Einfluss hat, keine direkte Verbindung aufbauen, gibt es immer noch Tracker und Relay Server.

resilio

Die Nutzung muss man in den Einstellungen zulassen. Falls nötig, schickt Resilio Sync die Daten dann über den Umweg eines anderen Servers, der erreichbar ist. Manchmal braucht Sync dann etwas, bis es erkennt, dass andere Geräte online sind.

Übrigens: Dieses WebLog wird automatisch mit Resilio Sync auf einen so genannten pseudo Wbspace, ins Zeronet, ins Onionland, sowie ins I2P- Land synchronisiert.

resilio

Installation unter Ubuntu / LinuxMint

Wer bereits das nicht mehr gepflegte und obsoltet gewordene btsync paket installiert hat, muss dies jetzt deinstallieren.

  1. Repository Datei hinzufügen

    echo "deb http://linux-packages.resilio.com/resilio-sync/deb resilio-sync non-free" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/resilio-sync.list
    
  1. PGP public key fürs repo importieren

    wget -qO - https://linux-packages.resilio.com/resilio-sync/key.asc | sudo apt-key add -
    
  2. Installation

    sudo apt-get update
    sudo apt-get install resilio-sync
    
  3. Dienst starten,beenden:

    sudo service resilio-sync start
    sudo service resilio-sync stop
    

Unter Linux wird Resilio- Sync - per Default - als Benutzer rslsync ausgeführt ! Dieser wiederum benötigt natürlich auch Schreibrechte auf die jeweils zu synchenden Verzeichnisse.